Feedback für Personal Trainer Bremen

Ein Feedback ist auch im Personal Training wichtig, besonders da die Branche sich hier in Bremen noch nicht wirklich durchgesetzt hat.

Johannes, 55 Jahre

Wo soll ich anfangen? Bei meiner Begeisterung für Sport? Die ist nicht wirklich vorhanden. Bei meiner Jagd nach den Grenzen meines Körpers? Da sollen lieber andere jagen. Bei meiner Belastungsfähigkeit? Die habe ich reichlich getestet. Zumindest was die Anzahl der Kilos betrifft, die unter meine Haut passen. Bei meiner Freude an der Bewegung? Wenn es rhytmisches Fußwippen ist, kann ich damit leben. Kurz gesagt: Hätte in der Schulzeit lieber 1000 mal “Ich bin ein Sportmuffel” geschrieben, als den Sportunterricht mit meiner Unprofessionalität beehrt. Aber manchmal kommt es anders, als man denkt……

Da hatte ich mich auf ein geruhsames Leben ohne Herzrasen und Muskelkater eingestellt. Hatte sogar ein Fitnessstudio mit erfolgreicher Abwesenheit über Jahre finanziell gefördert. Habe mit Vorliebe Extremsportsendungen geschaut, um glücklich meinem inneren Schweinehund beizupflichten, der mir glaubhaft versicherte, dass ich froh sein kann nicht da draußen sein zu müssen. Schließlich sind Schweißperlen die Tränen des geschundenen Körpers. – Doch dann kam Tom.

Und mit Tom wurde vieles, wenn (zum Glück) auch nicht alles, anders. Ich habe angefangen zu trainieren. Arbeite an meiner Ausdauer. Gehe sogar durch Treppenhäuser, obwohl der Aufzug auf mich wartet. Laufe – nein, trippele – durch die Natur und achte dabei auf meinen Puls und nicht auf die nächste Lokalität und Rastgelegenheit. Ich habe angefangen mit schwerem Geräte zu arbeiten, hebe allerlei Kilos und lasse meinen Muskeln freien Lauf. Habe angefangen mit meinen schlechten Ernährungsgewohnheiten aufzuhören. Esse besser, koche frischer, trinke mehr Wasser, rauche nicht mehr. Muss doch langsam zugeben, dass ich mich rundum besser fühle. Dass mit dem Verlust von Masse die Lebensqualität zunimmt. Aber vor allen Dingen. Und das hätte ich nicht für möglich gehalten: Mit etwas Konsequenz und vielen kleinen Schritten lässt es sich besser leben.

Jetzt, nach ein paar Jahren mit Tom, löst sich das Erfolgsversprechen in ein mehr an Lebensqualität auf. Nicht, dass ich heute von sportlichem Ehrgeiz getrieben würde. Nicht, dass ich mich immer auf die Trainings mit Tom freue. Nicht, dass ich nicht mindestens 100 Entschuldigungen parat hätte, um das Training zu verschieben. Nur fehlt mir wirklich etwas, wenn ich nicht mit Tom meinen Körper bearbeite. Wenn ich nicht über Gott und die Welt quatschen und nebenbei den Schweiß rinnen lassen kann.

Kurz um: Ohne Tom wäre ich heute sicherlich gefährlich unfit. Seine Erfahrung und sein Wissen über Lebensqualität, Ernährung, Gesundheit, Training, Fitness und das, was einem Körper so gut tut, haben mich weitergebracht. Seine Vision nimmt langsam bei mir körperliche Gestalt an. Sein sportlicher Optimismus hat mich angesteckt. Seine trainingstechnische Zuversicht hat mich begeistert. Mittlerweile sind seine Ziele sogar fast meine Ziele geworden. Hat seine Begeisterung bei mir fast schon eine heimliche Leidenschaft für den Sport entfacht (was er aber nicht unbedingt wissen muss ;-) . Oder anders ausgedrückt: Dank Tom – und nur Dank Tom – bin ich heute rund 15 Kilo leichter, habe einen Ruhepuls von knapp 50 Schlägen, fühle mich 100 % fitter, habe mein Stoffwechselalter von 64 Jahre auf 40 Jahre gesenkt, habe mein BodyMassIndex von 30 auf 25 runtergeschraubt, bin beweglicher, motivierter und leistungsfähiger. Und ich mache weiter. Es hat mich (doch tatsächlich) gepackt …

Bleibt nur eine entscheidende Frage: Würde ich das alles nochmal machen? Würde ich nochmal meine vermeintliche Komfort-Zone verlassen? Klare Antwort: Nein. Jedenfalls nicht mehr ohne meinen “Best Drill Instructor in Town”, meinen Motivations-Zauberer und Fitness-Coach Tom.

Ein Paleo Personal Trainer Wochenende in Kühlungsborn

 Was ist ein Paleo Wochenende?

“Die Paleo-Ernährung (auch Steinzeit-Ernährung genannt) verfolgt das Ziel sich von vollwertigen & gesunden Nahrungsmitteln zu ernähren, von denen sich auch schon unsere Jäger & Sammler-Vorfahren ernährt haben.

Die Theorie besagt, dass unsere Körper seit der Einführung der Landwirtschaft und des Ackerbaus vor ca. 10.000 Jahren nicht genug Zeit hatte um sich im Rahmen der Evolution an die neue Art von Nahrungsmitteln (Getreide, Milchprodukte, etc.) anzupassen und daher konnte der Körper unsere Verdauungssysteme und -mechanismen noch nicht umstellen. Demnach haben sich unsere Gene nicht verändert und sind dafür ausgelegt, die gleichen Nahrungsmittel zu konsumieren wie unsere Vorfahren aus der Altsteinzeit von vor 2,6 Millionen Jahren bis vor ca. 10.000 Jahren.

Die Vorteile der Paleo-Ernährung sind vielfältig, es gibt viele Pro und wenige Contra Argumente zur Paleo Diät. Bekannte Begleiterscheinungen sind Fettabbau & Gewichtsverlust, körperliches Wohlbefinden, Steigerung der Fitness, besserer Schlaf und verbesserte Blutwerte.

Neben der Ernährung kann man aus dem Paleo-Prinzip noch weitere Richtlinien für den persönlichen Lebensstil ziehen. Wie bei dem Speiseplan eines durchschnittlichen Westeuropäers hat sich unser Körper auch nicht auf dauerndes Sitzen, weniger Bewegung, Mangel an Sonnenlicht und ständiges Starren auf Bildschirme angepasst. Dementsprechend gravierend sind die durchaus bekannten Folgen.

Wie wir unserem Körper wieder mehr von dem geben können, wofür er eigentlich gebaut ist, konnten alle Teilnehmer an dem Wochenende vom 20.3-23.3.2014 in der Strandresidenz Kühlungsborn  feststellen. DSCN3052DSCN3060DSCN3078 DSCN3045 DSCN3085

Reha Sport als Chance nutzen

Ein persönliches Anliegen,

ich arbeite nun seit 8 Jahren als Personal Trainer und Reha Trainer in verschiedenen Institutionen in Bremen und Niedersachsen und muss leider immer wieder feststellen, das sowohl die Reha Teilnehmer als auch selbst die Institution an sich nicht wirklich verstehen worum es beim Reha Sport eigentlich geht.
Die Mitglieder in den verschiedenen Vereinen werden meiner Meinung nach einfach auch zu wenig aufgeklärt. Rehabilitation bedeutet WIEDERAUFBAU!!! Aber die Muskulatur und das Gelenksystem bauen sich nicht auf wenn wir kleine Bälle in die Luft werfen oder versuchen im Sitzen beide Hände hoch zu nehmen.
Das Prinzip des Muskelaufbaus und vor allem auch besonders die Koordination und Beweglichkeit wird in den meisten Fällen völlig vernachlässigt. Ich kann es nicht mehr hören, wenn mir Trainer erzählen “Meine Gruppe kann das nicht”. Oft liegt es am Trainer selber, der einfach keine Lust hat sich anzustrengen, er lieber Entspannung macht oder ihm einfach das know how fehlt. Natürlich kann nicht jeder Teilnehmer alles mit machen, aber man sollte wenigstens 2 Alternativen kennen um eine Übung so zu ändern, dass jeder sie mitmachen kann.
Da die meisten Teilnehmer in vielen Fällen nur einmal die Woche zu einem Reha Kurs gehen, sollte auch die Gestaltung der Übungen gezielt geplant werden. Übungen mit hohen Wiederholungszahlen sind vielleicht gut für das Herz-Kreislauf-System, aber sie treffen nicht das primäre Ziel. Die Übungen müssen auch mal so schwer für den Einzelnen sein, dass er sie maximal 12-15 mal ausüben kann. Natürlich muss der Trainer darauf achten, dass die Übungen auch korrekt ausgeführt werden, was bei einer Gruppe von 15 Teilnehmern zugegebenermaßen nicht immer leicht ist. Deswegen immer die Regel: Das Training ist nicht für den Trainer – Vormachen und dann JEDEN kontrollieren.
Der Koordinationsbereich und das damit verbundene propiozeptive Training sollte in jeder Einheit eingebunden werden. Ich merke oft in den Kursen, dass es besonders an dieser Stelle den Teilnehmern fehlt, oft schwieriger ist als das reine Krafttraining aber manchmal auch zu ganz lustigen Situationen kommt wenn das Bein und der entgegen gesetzte Arm ganz komische Bahnen ziehen, die so nicht geplant waren.

Dieser Beitrag soll etwas Aufklärung leisten und mal zum Nachdenken bewegen. Der Spruch: “Ohne Fleiß, kein Preis”, macht sich in den Reha Maßnahmen besonders bewährt. Ich habe in den Reha Kursen oft Kandidaten, die schon Ihre dritte Verordnung haben, selbst aber wenig Motivation mitbringen und auch nicht gewillt sind etwas zu verändern. Ich kenne aber auch jene, die in 50 Einheiten sehr gut voran kommen und mit eigenem Willen es auch schnell schaffen ihre Muskulatur, ihr Körpergefühl und auch Selbstsicherheit aufzubauen.

Euer Fitcoach Tom
Personal Trainer Bremen / Niedersachsen